FirePublications Feuerwehrpresse Europa Tschechien

FirePublications/Feuerwehrpresse Wolfgang Jendsch
Brandschutz/Rettungsdienst
 

Nach dem Beitritt zur Europäischen Union (EU):
Das Feuerwehr- und Rettungswesen in der Tschechischen Republik


Die Freiwillige Feuerwehren Solopisky und Cernosice südwestlich von Prag im Einsatz mit ihrem Tanklöschfahrzeug (links) und einem Mannschafts- und Gerätewagen an der Berounka (Bild links);

Die Feuerwehren sowie die Hilfs- und Rettungsdienste in den östlichen Staaten Europas haben aus unserer Sicht lange Zeit ein vielfach unbeachtetes Dasein gefristet. Politische und organisatorische Umstände haben persönliche und fachliche Kontakte in die westlichen Länder eher gering gehalten. Nicht nur im Hinblick auf die beantragten und geplanten Mitgliedschaften zahlreicher Oststaaten in der Europäischen Union (EU) bemüht man sich jetzt im Osten um die lange erwartete Öffnung, um fachlichen Austausch und um informelle Kontakte - die Feuerwehren und Rettungsdienste nicht nur in der Tschechischen Republik werden zunehmend interessant!

Tschechische Republik, Tschechien (Ceska Republika, Czech Republic; Teil der ehemaligen Tschechoslowakei/CSFR)
Fläche: 78.866 km2
Hauptstadt: Prag/Praha
Einwohnerzahl: ca. 10,3 Millionen
Gemeinsame Grenze zu Deutschland: 810 km
Integriertes Brandschutz- und Rettungssystem ab 2001 (Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei)
Militärischer Zivil- und Katastrophenschutz (Zachranne a Vycvikove Zakladny Armady CZ)
Berufsfeuerwehren mit rund 7800 hauptamtlichen Feuerwehrangehörigen in 14 Brandschutzbezirken und 77 Kreisen
130 Berufs-Betriebsfeuerwehren mit rund 3500 hauptamtlichen Feuerwehrangehörigen
97.270 freiwillige Feuerwehrangehörige
 

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Besuchs- und Informationsreise 1:
Berufsfeuerwehren Praha/Prag in der ehemaligen Tschechoslowakei
Bereits im Jahre 1992 konnte sich die Presse- und Werbeagentur Wolfgang Jendsch ausführlich über die Arbeit der Berufsfeuerwehr Prag in der damaligen Tschechoslowakei informieren. Damals ging es um die Erarbeitung einer Reportage für das deutsche "Feuerwehr-Magazin", die im Juni 1992 veröffentlicht wurde. Dieser Besuch bot eine der ersten Möglichkeiten, sich über die Aufgaben, die Arbeit, die Technik und die Taktik einer bis dahin wenig bekannten osteuropäischen Berufsfeuerwehr zu informieren. Auch heute noch geht ein herzliches Dankeschön an den ehemaligen Präsidenten der "Olniva Mini Republika", Milan Garncarz, der den Besuch bestens organisierte und sich zudem äusserst gastfreundlich zeigte. Dank ebenso auch an den schon damals für Öffentlichkeitsarbeit zuständigen Milan Krchov von der Berufsfeuerwehr Prag.
Im Jahre 1992 wurde Wolfgang Jendsch für seine Leistungen auf dem Gebiet des internationalen Feuerwehrwesens zum Ehrenmitglied der "Ohniva Mini Republika" (Prag/CSFR) der tschecheslowakischen Feuerwehren ernannt. Die Organisation, durch die "Legitimace" B 6271 offiziell anerkannt durch das Prager Innenministerium, verstand sich als international tätiger Förderverein für das tschecheslowakische Feuerwehrwesen. Bereits der ehemalige Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), Albert Bürger (+) und der Vorsitzende a.D. des "Internationalen Technischen Kommitees für Vorbeugenden Brandschutz und Feuerlöschwesen" (CTIF), Oberst Robert Dollinger, waren Ehrenmitglieder der "Ohniva Mini Republica". Im Jahre 1998 haben die Organisation und ihr Präsident Milan Garncarz ihre Aktivitäten eingestellt.


Nach mehr als zehn Jahren sind die Erinnerungen und Bilder aus Prag noch immer interessant:
Der damalige Kommandant der Feuerwache 3 in Prag, Leutnant Eduard Exner (Bild 1 rechts) und Milan Krchov, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit.
Auf dem mittleren Bild einer der Wachmannschaften - und rechts ein Einsatzfahrzeug des Vorbeugenden Brandschutzes.
 

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Besuchs- und Informationsreise 2:
Das Feuerwehrwesen in der Tschechischen Republik
Eine rund drei Wochen lange Dienstreise in die Tschechische Republik brachte im Jahre 2002 erste detaillierte fachliche Erkenntnisse zum dortigen Feuerwehr- und Rettungswesen sowie zahlreiche Informationen und persönliche Kontakte zu Organisationen und Verbänden. Besucht wurden


Eine Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Bouzov/Mähren (Bild links), dazu das Führungsfahrzeug aus Bouzov (Tatra 613) vor der bekannten Burg Bouzov/Busau.
Stolz präsentiert sich auch die Jugendfeuerwehr aus Bouzov. Anlässlich eines Jugendfeuerwehr-Wettbewerbes hat die "nasse Taufe" von neuen Kameraden Tradition.


Alt und Neu beieinander - ein Beispiel für die jüngste Entwicklung des tschechischen Feuerwehrwesens und seiner Fahrzeugtechnik:
Im Bild links das Waldbrandlöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Kostelec na Hane auf einem Praga-V3S-Fahrgestell, im Bild links das neue moderne Tanklöschfahrzeug (CAS K8) auf Praga-Alpha-Fahrgestell vom tschechischen Aufbauhersteller SPS-THZ.


Modern auch die Feuerwache 7 der Berufsfeuerwehr Prag in Smichov (Bild links);
Die moderne Fahrzeugtechnik der Berufsfeuerwehr Ostrava/Nordmähren spiegelt dieses Tanklöschfahrzeug auf Dennis-Rapid-Fahrgestell wider (Aufbauhersteller THT; Bild rechts). In Ostrava sind alle Feuerwehrfahrzeuge in Leuchtrot (RAL 3024) lackiert - einzigartig in Tschechien!
Die Staatliche Feuerwehrschule in Brno/Brünn, eine moderne und zweckmässige Einrichtung zur Ausbildung hauptsächlich von Berufsfeuerwehrangehörigen. Zur Einrichtung gehört auch ein Trainingsbunker, in dem unterschiedliche "heisse" Brandszenarien geübt werden können (Bild Mitte). Geleitet wird die Ausbildungseinrichtung von Schulleiter Dalibor Horak (Bild rechts).
Auch der medizinische Rettungsdienst in der Tschechischen Republik gibt sich alle Mühe, den Standard der westeuropäischen (EU)-Staaten zu erreichen. Technische und medizintechnische Ausstattungen sind oftmals bereits auf hohem Niveau. Im Bild links der Rettungsdienst der Region Olomouc/Nordmähren einschliesslich des dort stationierten Rettungshubschraubers "Chrystof 9".
Das Bild rechts zeigt einen modernen Rettungswagen der städtischen Rettungsdienstes Prag auf Mercedes-Benz-Sprinter.
Die Firma DEVA aus Frydek-Mistek/Nordmähren ist der bekannteste tschechische Hersteller von Schutz- und Einsatzbekleidung
für Feuerwehren, Rettungsdienste und für die Polizei. Hier ein Blick in die Produktionshalle.
Im Bild rechts die Wachschicht der Tatra-Betriebsfeuerwehr aus Koprivnice mit Tatra-Marketingchef Jiri Dejl (links)
und Feuerwehrkommandant Miroslav Hlinka (3. v.l., stehend).
 

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Besuchs- und Informationsreise 3:
Rettungs- und Bergungseinheiten der Tschechischen Armee (Zachranne a Vycvikove Zakladny Armady CZ)
Eine weitere Besuchsreise führte zu den Militär-Rettungsbasen 73 und 75 des Katastrophenschutzes der Tschechischen Armee (Zachranne a Vycvikove Zakladny Armady CZ). Im Rahmen des "Integrierten Brandschutz- und Rettungssystems" der Tschechischen Republik stehen diese Einheiten vor allem mit Einrichtungen und schwerem Gerät (Feuerlöschfahrzeuge, Bergungsfahrzeuge, Versorgungsfahrzeuge, Transportfahrzeuge) für den nationalen und internationalen Einsatz zur Verfügung. Die Rettungs- und Bergungseinheiten (Military Rescue Units/MRU) befinden sich in Kutna Hora (71.), Jindrichuv Hradec (72.), Rakovnik/Prag (73.), Bucovice (74.) und Olomouc (75.). Ein Dankeschön an Major Milan Novak, der bereitwillig und offen seine Einheit und deren technische Ausstattung präsentierte.


Das Militär unterhält in der Tschechischen Republik für den Grossschadens- und Katastrophenfall insgesamt fünf Rettungsbasen (Zachranne a Vycvikove Zakladny Armady/ZVZ), in denen Mannschaften, Einsatzfahrzeuge und Gerät abrufbar zur Verfügung stehen. Im Bild links eine Einsatzgruppe der 75. ZVZ aus Olomouc/Nordmähren. In den Bilder 2 und 3 ein Löschpanzer (SPOT 55: 11.000 Liter Wasser und 2000 Liter Schaumkonzentrat) und eine Feldkücheneinheit der 73. ZVZ aus Rakovnik/Westböhmen. Das Bild 4 zeigt ein Versorgungs- und Küchenfahrzeug in neuer orangener Farbgebung auf Praga V3S-Fahrgestell.
 

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Besuchs- und Informationsreise 4:
Bahnfeuerwehren in der Tschechischen Republik (Hasicska Zachranna Sluzba)
Im Mai 2004 führte eine Reise zunächst zu den Bahnfeuerwehren der Tschechischen Republik nach Prag, Brno, Olomouc, Ostrava, Prerov und Breclav, wo ich die spezielle Fahrzeug- und Gerätetechnik besichtigen konnte und ich zudem sehr umfangreiche Informationen über diese Spezial-Feuerwehren erhielt. Einbezogen in diese Informationen waren auch Einsätze der Bahnfeuerwehren bei Zugunglücken und Verkehrsunfällen an Bahnübergängen, bei denen insbesondere das technische Vorgehen der Wehren sowie die Zusammenarbeit mit anderen Hilfs- und Rettungsdiensten von Interesse waren. Und nicht zuletzt beeindruckten ohne Zweifel die Bergepanzer der Bahnfeuerwehren - russische T-55A, deren Sitz- und Fahrkomfort natürlich "gewöhnungsbedürftig" waren.

Ein herzliches Dankeschön auch diesmal wieder an Roman Vana aus Olomouc, der nicht nur eine perfekte Reiseplanung vorlegte, sondern auch sehr hilfreich bei der sprachlichen Verständigung war. Dank auch an die Kommandanten der einzelnen Wehren, die sich sehr viel Zeit für meine Fragen und für die notwendigen Fototermine nahmen: Vojtisek Petr und Vojtech Parizek (Prag), Dokoupil Drahomir (Brno), Hribek Jiri (Olomouc), Hranicky Petr und Stanislav Vytisk (Ostrava), Smekal Oldrich (Prerov) und Prajka Marek (Breclav).

Die nachstehend veröffentlichten Bilder können selbstverständlich nur einen sehr kleinen Ausschnitt aus der Fülle der Informationen in Tschechien bieten.
Die Fülle des Bildmaterials (Fahrzeuge, Technik und Ausstattung, Personal, Einrichtungen, Einsätze) liegt ungleich höher.


Das Erkennungsemblem der tschechischen Bahnfeuerwehren.


Im Bild links die Wache der Bahnfeuerwehr Prerov in Mähren mit Tanklöschfahrzeug (CAS 32, Tatra 815), Vorausrüstwagen (RZA, Nissan), Gerätewagen-Chemie (TA 2/CH, Avia 30) und Hilfeleistungs-Löschfahrzeug (CAS 25/RTH S 706, Tatra 815). Die mittleren Bilder zeigen eine Wachmannschaft der Bahnfeuerwehr Ostrava sowie eine der wichtigsten technischen Maßnahmen für Bahnfeuerwehren - die Erdung der Oberleitungen.
Rechts im Bild ein Einsatz der Bahnfeuerwehr Olomouc nach einer Kollision eines Regionalzuges mit einem Lastwagen.


Panzer bei der Feuerwehr - so etwas sieht man nicht jeden Tag! Die Bahnfeuerwehren Prag und Olomouc (Bilder links) setzen die russischen T-55A (B) als Bergefahrzeuge ein.
Im Bild rechts ein Material-Transportfahrzeug der Bahnfeuerwehr Prag auf Liaz-Fahrgestell.
 

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Besuchs- und Informationsreise 5:
Weitere Freiwillige-, Werk- und Berufsfeuerwehren in der Tschechischen Republik
Im Mai 2005 waren weitere Freiwillige Feuerwehren, Werkfeuerwehren und Berufsfeuerwehren das Ziel einer Reise in die Region Olomouc/Mähren. Hierbei ging es insbesondere um die inhaltliche Ergänzung der Informationen aus der ersten Besuchsreise sowie um die Vervollständigung des Fahrzeugarchives.
Diesmal geht ein herzliches Dankeschön an die

Sie alle waren gern bereit, mich auf meiner Suche nach fahrzeugtechnischen Informationen sowie nach besonderen Einsatzfahrzeugen zu unterstützen und diese Fahrzeuge zu präsentieren.


Bild links: Ein nagelneues Hilfeleistungs-Löschfahrzeug (CAS 24) der Berufsfeuerwehr Kromeritz auf Renault-Premium-Fahrgestell und mit einem Aufbau der polnischen Firma Wawrzaszek. Fahrzeuge in dieser Kombination werden in letzter Zeit verstärkt von den tschechischen Berufsfeuerwehren beschafft.
Mittleres Bild: Ohne Zweifel eine Besonderheit ist dieser Tatra 613. Einst für Regierungsmitglieder gebaut, wird er jetzt aus Rüst- und Gerätewagen (RTP) bei der Werkfeuerwehr Siemens in Litovel eingesetzt.
Bild rechts: Einzigartig ist dieses Tanklöschfahrzeug (CAS 25) der Freiwilligen Feuerwehr Bouzov/Busau auf Skoda 706. Der Aufbau wurde als Einzelstück von einer örtlichen Firma hergestellt.


Bild links: Ein Militärfahrzeug im Hinblick auf seine olivgrüne Farbe war dieser Wasserrettungswagen der Berufsfeuerwehr Kromeritz nie. Er wurde so wie er jetzt ist beschafft und nachträglich mit zwei Rettungsbooten und sonstigem Gerät zur Wasserrettung ausgerüstet.
Bild rechts: Tanklöschfahrzeug (CAS 32) auf Tatra 148 der Freiwilligen Feuerwehr Lostice. Durch den Einbau zusätzlicher Gerätefächer wurde der Aufbau entsprechend modifiziert.

Der Besuch des neuen Feuerwehrmuseums der Berufsfeuerwehr Ostrava (Ostrau) mit den sehr harmonisch renovierten Räumlichkeiten der alten Feuerwache und den gekonnt präsentierten Ausstellungsstücken (unter anderem historische Löschgeräte, historische Uniformteile und Schriften, moderne Einsatzbekleidung und die stilisierte Darstellung einer Unfallrettung) ergänzte eindrucksvoll diese Informationsreise und machte das Engagement deutlich, das man in Tschechien nicht nur in das historische Feuerwehrwesen investiert.


Einer der Räume des gekonnt und harmonisch renovierten Feuerwehrmuseums in Ostrava (Bild 1). Übersichtlich präsentiert auch die historischen Ausstellungsstücke (Bild 2).
Gezeigt wird auch die vom Feuer stark beschädigte Einsatzbekleidung eines Feuerwehrmannes (Bild 3), dem es trotz akuter Bedrohung durch Hitze und Flammen gelang, seinen Kameraden aus dem brennenden Gebäude zu retten. Interessant präsentiert wurden auch die unterschiedlichen Schutzbekleidungen der Feuerwehr heute (Bild 4).
 

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Besuchs- und Informationsreise 6:
"Rallye Rejviz 2005" -  9. Internationale Rettungs-Rallye mit EMS-Wettbewerb und Fachkonferenz
Ein Erlebnis der besonderen Art - nach all den roten Feuerwehr-Einsatzfahrzeugen - war der Besuch der diesjährigen "Rallye-Rejviz" im Nordosten Mährens nahe der polnischen Grenze. In der Zeit vom 26.-29. Mai 2005 wurde dort zum neunten Mal das traditionelle Treffen internationaler Rettungsdienste durchgeführt. Angetreten zu den Rettungswettbewerben, die sowohl auf nationaler (Tschechien und der Slowakei) sowie auf internationaler Basis (in englischer Sprache) durchgeführt wurden, waren diesmal rund 70 Rettungsteams aus Tschechien, Polen, Kanada, Ungarn, Slovenien, der Slowakei, Griechenland, Japan, den Niederlande, der Ukraine sowie aus Israel, Österreich und den USA.
Unter bestimmten fachlichen Bedingungen galt es für die Teams, bestimmte Einsatzsituationen zu bewältigen - unter anderem Verkehrsunfälle, notfallmedizinische Hilfeleistungen sowie eine Höhlenrettung.


Ein "ganz normaler" Hilfeleistungseinsatz - aber er musste korrekt und professionell durchgeführt werden (Bild links).
Das Team der "Fönix Ambulance" aus Ungarn bei der Versorgung eines Verletzten (mittleres Bild).
Um die enge Zusammenarbeit zwischen den Spezialisten der Höhlenrettung und des Rettungsdienstes ging es bei dieser Wettbewerbsaufgabe (Bild rechts).

Schirmherr der Veranstaltung, die traditionell vom Rallye-Rejviz Sport-Club (RCS Brno/Brünn) in Kooperation mit der Berufsfeuerwehr der Region Olomouc, der Tschechischen Polizei des Kreises Jesenik, der Höhlenrettung der Tschechischen Republik und der Polnischen Gesellschaft für Notfallmedizin aus Wroclaw/Warschau in Polen organisiert wird, war der Präsident der Tschechischen Ärztekammer, David Rath, M.D.. Zur fachlichen Beratung standen das Institut für Notfall- und Katastrophenmedizin (IPVZ) Prague/Prag sowie die Tschechische Gesellschaft für Notfall- und Katastrophenmedizin Brno/Brünn zur Verfügung.


Ein Ambulancefahrzeug verunglückt während eines Patiententransportes - eine anspruchsvolle Aufgabe für die "zufällig" vorbeikommenden Rettungsteams.

Neben den fachlichen Informationen und der intensiven Beobachtung des zum Teil recht unterschiedlichen taktischen und notfallmedizinischen Vorgehens der einzelnen Rettungsteams bei den Wettbewerbsaufgaben erwiesen sich natürlich die Rettungsfahrzeuge aus den unterschiedlichen Staaten als "optische Attraktion". Die nachstehenden Bilder stellen allerdings nur eine kleine Auswahl dar, die aber für "Fahrzeug-Fans" durchaus von Interesse sein dürften.
Wer allerdings gehofft hatte, dass die Wettbewerbteams aus den USA, aus Kanada, Israel und der Ukraine mit eigen Rettungsfahrzeugen vor Ort waren, sah sich (leider) getäuscht. Ihnen stellte der Veranstalter tschechische Ambulancefahrzeuge mit fach- und sprachkundiger Begleitung zur Verfügung.


Ambulance- und Rettungsfahrzeug des GGD/GD Ambulanceservice aus Amsterdam/Niederlande (Bild 1 v.l.);
Krankentransportwagen der Berufsfeuerwehr Gdanks/Danzig, Polen (Bild 2);
Intensivtransportfahrzeug (Mobil Intensive Care Unit) der "Fönix Ambulance S.O.S. rt" aus Ungarn (Bild 3);
Rettungswagen der "Pacient d.o.o." aus Lubljana/Slowenien (Bild 4).


Rettungsfahrzeug des tschechischen Ambulanceunternehmens "Meditrans" (Bild links);
Ambulance- und Rettungswagen des Rettungsdienstes aus Strakonice, Tschechien (mittleres Bild);
Rettungsfahrzeug des privaten "Ambulans"-Dienstes "Medical-Trans" aus Kobylka/Polen (Bild rechts).
 

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Weitere Besuchs- und Informationsreisen von 2006 bis 2008:
Immer mehr Informationen und Kontakte!
Besuche in der Tschechischen Republik (Tschechien) entwickeln sich in den letzten Jahren immer mehr zum Schwerpunkt der internationalen Auslandstätigkeit. So konnten Veränderungen und Entwicklungen im Feuerwehr- und Rettungswesen des (neuen) EU-Staates beobachtet und miterlebt werden, aber es konnten auch zahlreiche Kontakte und Freundschaften geknüpft, gepflegt und gefestigt werden.


Kleine und kleinste Gerätehäuser der Freiwilligen Feuerwehren Tschechiens findet man häufig auf den Fahrten durch Böhmen und Mähren (Bild links);
Besonders interessant sind immer auch die Feuerwehrfeste auf dem Lande - wie hier das 115jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Chvalkovice/Mähren.

Von Interesse und Bedeutung in diesen Jahren waren dabei durchaus nicht nur die "offiziellen" Veranstaltungen wie etwa die internationalen Brandschutz-Fachmesse "PYROS-INTERPROTEC-ISET" in Brno/Tschechien, die traditionelle "Rallye-Rejviz" der tschechischen Rettungsdienste im Nordosten Mährens oder die Feuerwehrfahrzeug-Treffen "PyroCar" in Pribyslav/Tschechien, sondern vor allem auch die Besuche kleiner und kleinster Feuerwehren in den Städten und Dörfern Böhmens und Mährens. Gerade hier finden sich beispielsweise die Fahrzeug-"Schätze" in versteckten Garagen und Scheunen, und gerade hier kommt es zu den interessantesten Gesprächen und Kontakten.


Versteckt in Garagen und Scheunen - alte Feuerwehr-Fahrzeugtechnik wie dieser Mannschafts- und Gerätewagen auf Tatra 805 (links)
und dass "Praga V3S"-Tanklöschfahrzeug (rechts).

Die Einladung zur Teilnahme an einer Ausbildungsverstaltung für Bergepanzer-Maschinisten der Tschechischen Bahnfeuerwehren sowie zur Präsentation eines Vortrages über "Waldbrände und die internationale Waldbrandbekämpfung" vor tschechischen Feuerwehren gelten schon jetzt als die "Highlights" des Jahres 2008.


Das Gesicht von Wolfgang Jendsch "spricht Bände": die Panzerausbildung der tschechischen Feuerwehren ist hart, dreckig und nass (Bild links, Roman Vana).
Die Ausbilder und Organisatoren halfen Wolfgang Jendsch nach Kräften, mit dem stählernen Ungetüm zurecht zu kommen (mittleres Bild).
Ausbildungsende - jetzt ist Fahrzeugpflege angesagt (Bild rechts)!
 

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Fachbeiträge zum Thema "Feuerwehr- und Rettungswesen in der Tschechischen Republik" (Autor: Wolfgang Jendsch)
im inhaltlichen Zusammenhang mit der neuen Mitgliedschaft in der Europäischen Union (EU):

Einzelne Beiträge auf unserer Download-Seite
Weitere Fachbeiträge über das Tschechische Feuerwehr- und Rettungswesen befinden sich in Vorbereitung.
 
 
 


Weitere Informationen auf Anfrage
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Wolfgang Jendsch, Fachredakteur/Autor
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