JENDSCH
FEUERWEHRPRESSE
FIRE PRESS

Presse- und Werbeagentur Wolfgang Jendsch
Fachagentur für Brandschutz und Rettungsdienst
 

Vorbild und Modell
Magirus-"Rundhauber" - Mercur 125 (S 3500): Drehleiter und Tanklöschfahrzeug
Wiking Nr. 8623939 Feuerwehr - Magirus-Rundhauber DL 25h (Truppkabine)
Wiking Nr. 8634034 Feuerwehr - Magirus-TLF 16 (Magirus-Rundhauber)


Die beiden neuen "Rundhauber" von Wiking im Massstab 1:87/HO:
Im Bild vorn jeweils das Drehleiterfahrzeug (DL 25h), dahinter das Tanklöschfahrzeug (TLF 16).

"Nostalgie" kommt unweigerlich auf, wenn man die neuen roten "Rundhauber" von Wiking in Händen hält. Die Drehleiter und das Tanklöschfahrzeug vom Typ Magirus-Deutz "Mercur 125" (vormals S 3500) repräsentieren eine geradezu unverzichtbare Ära der deutschen und der internationalen Feuerwehrfahrzeug-Geschichte. Wiking komplettiert damit zugleich die Reihe seine Feuerwehr-Modelle - von den "Rundhaubern" über die "Eckhauber", die Mercedes-Benz-"Kurzhauber" bis hin zu den modernen Vertretern der Fahrzeugindustrie.
Beide Modelle sind vorbildgerecht, sehr sauber gearbeitet und durch beigelegte Zubehörteile (Peilstangen, Rückspiegel) ergänzt. Fahrerhäuser mit Motorhauben und die Aufbauten sind in Karminrot (RAL 3002*) ausgeführt (beim TLF 16 wird vom Hersteller "RAL 3003" angegeben*), das Fahrgestell sowie Spiegel und Suchscheinwerfer in Schwarz. Die Inneneinrichtung ist in Braun gehalten. In Silber gehalten sind Aufbaufläche und Stufen der Drehleiter, während das Aufbaudach des Tanklöschfahrzeuges teilweise mit "Holz" beplankt ist. Die Fahrerhäuser beider Modelle sind mit seitlich versilberten Türgriffen sowie mit silbernen Zierleisten versehen. Auf den Motorhauben beider Modelle ist das Magirus-Markenzeichen angebracht, seitlich jeweils der Schriftzug "Magirus Deutz" in Silber.
Laut Hersteller sei das Vorbild der Drehleiter bis zu Beginn der 90er Jahre als "ausgemustertes Berufsfeuerwehrfahrzeug in der Industrie im Einsatz" - die angepasste weisse Lackierung von Kotflügeln und Stossstange zeuge davon. Auf jeden Fall hat Wiking mit der Doppelkabine die seltenere Variante der Rundhauber-Drehleiter produziert. Zahlenmässig wesentlich häufiger in Gebrauch waren die Doppelkabinen-Fahrzeuge.

* Anmerkung: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Feuerwehrfahrzeuge zunächst in Rubinrot (RAL 3003) mit schwarzen Kotflügeln und Stossstangen lackiert. Ungefähr ab 1955 erfolgte die Lackierung in Feuerrot (RAL 3000), zunächst in Verbindung mit Schwarz (RAL 9005). Ab den 60er Jahren löste Weiss (RAL 9010) das Schwarz der Kotflügel und Stossstangen ab.


Im Bild links das  neue Wiking-Modell der "Eckhauber"-Drehleiter im Massstab 1:87/HO.
Mögliches Vorbild für das Fahrzeug ist die DL 25 der Freiwillien Feuerwehr Dinkelsbühl (Bild rechts).

Hinweis:
Mit den Neuheiten-Auslieferungen im Dezember 2004 und Januar 2005 hat die Firma Wiking die zuvor genannten Feuerwehrfahrzeuge auch in der "Eckhauber"-Version auf den Markt gebracht: zum einen die Drehleiter DL 25 h auf Magirus 150 (jedoch im Gegensatz zum "Rundhauber"-Fahrzeug jetzt mit Gruppenkabine!), ausgerüstet mit schwarzen Kotflügeln und Stossstange sowie mit Schlauchhaspel (Bestellnummer 862 38 39) -, zum andern ein Tanklöschfahrzeug TLF 16, ebenfalls auf Magirus 150 und mit schwarzen Kotflügeln und Stossstange (Bestellnummer 863 39 34).

Zum Vorbild


Der "Rundhauber"-Löschzug der Feuerwehr Luzern/Schweiz: TLF 16, DL 30 mit Doppelkabine, LF 16.
Deutlich sichtbar hier das im Vergleich zum TLF sowie zum LF niedrigere Fahrerhaus der Drehleiter.

Drehleiter- und Löschfahrzeuge der Feuerwehr auf Fahrgestellen des mittlerweile legendären Magirus 125 "Mercur" (mit "Alligator-Haube") wurden in der Zeit von 1952 bis 1962 bei Magirus-Deutz in Ulm gebaut. Bis in die 90er Jahre waren Fahrzeuge dieser Art im Einsatz, noch heute sind sie es bei Feuerwehren in Europa, im aussereuropäischen Ausland sowie bei privaten Betrieben. Die Magirus-"Rundhauber" haben weltweit längst Geschichte geschrieben. Zusammen mit dem Löschgruppenfahrzeug (LF 16) bildeten beide Fahrzeugtypen die einstigen "Drei-Fahrzeug-Löschzüge", von denen noch einige erhalten sind und bei den jeweiligen Feuerwehren liebevoll gepflegt werden (zum Beispiel bei den Oldtimerfreunden der Feuerwehr Solingen, bei der Feuerwehr Luzern/Schweiz, bei der Berufsfeuerwehr Flensburg oder bei der Freiwilligen Feuerwehr Uelzen). Die meisten dieser Löschzüge verfügen allerdings über Drehleitern mit Doppelkabinen.
Bei dem Drehleiter-Fahrzeug (DL 25h) vom Typ Magirus-Deutz S 3500 (später Mercur 125) handelt es sich um die Ausführung mit Trupp-Fahrerhaus (1/2; niedriger gebaut als beim TLF !), kürzerem Leiteraufbau (im Vergleich zur späteren Ausführung als DL 30 !) und vierteiligem, hydraulisch angetriebenen Leiterpark. Heckseitig angehängt ist ein abnehmbarer Schlauchhaspel. Abgestützt wird die DL durch vier mechanische Spindeln.
Das Tanklöschfahrzeug (TLF 16) vom Typ Mercur 125 (vormals S 3500) ist mit Staffelkabine (1/5) aufgebaut und ausgestattet unter anderem mit einem Löschwassertank (2400 l), einer Feuerlöschkreiselpumpe (1600 l/min.) und einer vierteiligen Steckleiter.
Während Feuerwehrfahrzeuge - so auch das TLF-Modell von Wiking - zunächst mit schwarzen Kotflügeln und Stossstangen versehen wurden, änderte sich die Lackierung später in Weiss (siehe Bemerkungen oben). Nicht selten wurden auch Fahrzeuge der beschriebenen Generation umlackiert - so wird das DL-Modell von Wiking mit weissen Kotflügeln und weisser Stossstange ausgeliefert.


Die Drehleiter DL 25h - mit gleichem Aufbau, jedoch mit Doppelkabine!
Im Bild rechts eine weitere Variante: Der Haspel des Wiking-Modells ist mit Metallrädern ausgesrüstet - das Fahrzeug im Bild zeigt Holzspeichenräder.


Hier bieten sich zahlreiche Vorbilder für die Umgestaltung des Wining-Modells:
Bild 1: TLF 16 des Zirkus Krone, bestens geeignet für eine Umgestaltung (Beschriftung: Preiser);
Bild 2: TLF 16 der Feuerwehr Luzern/Schweiz - blaue Blinkleuchten statt der Rundumleuchten;
Bild 3: TLF 16 der Freiwilligen Feuerwehr Illertissen mit frontseitigem Schlauchanschluss;
Bild 4: TLF 16 der Feuerwehr Solingen - Seilwinde auf der Frontstossstange.
Alle gezeigten Fahrzeuge verfügen über unterschiedliche Rückspiegel, die bei einem Umbau berücksichtigt werden sollten.

Zum Modell
Diesmal soll ausnahmsweise hier keine Umbauversion des Grundmodells beschrieben werden. Sollte von Wiking irgendwann ein Löschgruppenfahrzeug (LF 16) und/oder die Doppelkabinen-Version der Drehleiter in der "Rundhauber"-Ausführung in den Handel kommen, werden wir eventuell einen kompletten Löschzug als Vorbild vorstellen. Deshalb wollen wir uns an dieser Stelle nur mit einigen allgemeinen Hinweisen begnügen.
Laut Hersteller wurden beide Modelle nicht in Feuerwehr-Rot (RAL 3000) lackiert, sondern die DL 25h in RAL 3002 (Karminrot*) und das TLF 16 in RAL 3003 (Rubinrot*). Farblich sehr fein abgesetzt sind die Zierstreifen, die Türgriffe und das Magirus-Emblem in Silber. Bei einer eventuellen Umlackierung soll diesbezüglich genau auf das Vorbild geachtet werden, da letztendlich sowohl die dunklere (RAL 3003) als auch die hellere Farbvariante (RAL 3000) "im Einsatz" waren (siehe dazu die Bemerkungen oben).
Grundlegende Umbauten sind bei den Wiking-Modellen zunächst nicht erforderlich, sie entsprechen als Grundmodell in fast jeder Beziehung den jeweiligen Vorbildern. Anpassungen bieten sich darüber hinaus an hinsichtlich der optischen Veränderung (Farbgebung, Beschriftung, andere Rückspiegel) sowie in der ergänzenden Dachbeladung (zum Beispiel Detaillierung des Leiterschlittens, Ergänzung der Dachbeladung mit Schaufeln, Besen, Schlauchrollen, Säcke mit Bindemitteln).


Tanklöschfahrzeug (TLF 16) auf Magirus-Deutz "Mercur" 125 als Wiking-Grundmodell.
 

Herstellerdaten
TLF 16 - Neuheiten-Auslieferung August 2004
DL 25h - Neuheiten-Auslieferung Dezember 2004
Bezeichnung: Feuerwehr Magirus-Rundhauber
Bestellnummer: 8623939 (DL), 8634034 (TLF)
Ausgewiesener Preis: 00,00 Euro
Weitere Informationen des Herstellers im Internet: www.wiking.de

Hinweis: Die Beiträge dieser Reihe werden künftig in erweiterter Ausführung sowie mit zusätzlichen Bildern und Hinweisen versehen
auch als pdf-Dateien sowie als Serie auf CD-ROM zur Verfügung stehen.
 


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