Wiking LF 10/6 CL

FirePublications/Feuerwehrpresse Wolfgang Jendsch
Brandschutz/Rettungsdienst
 

Vorbild und Modell
Löschgruppenfahrzeug LF 10/6 CL-Straße, Rosenbauer
Wiking Nr. 614 01 37, "Feuerwehr-CompactLine (MAN TGL)"
 


Das neue Wiking-Modell als vorbildgetreues Abbild des Löschgruppenfahrzeuges LF 10/6 CL
aus der "CompactLine"-Serie (CL) der Firma Rosenbauer (Bilder: Jendsch).

Mit dem Löschgruppenfahrzeug (LF 10/6-Straße) hat sich das Haus Wiking ein Modell ausgesucht, dass in dieser Form die Palette der bereits bestehenden Feuerwehr-Einsatzfahrzeuge im Massstab 1:87/H0 deutlich bereichert. Was als Vorbild unter der Bezeichnung "CompactLine" (CL) eine der mittlerweile zahlreichen Innovationen des österreichischen Herstellers Rosenbauer darstellt, kann sich als solche nun auch im "kleinen Massstab" sehen lassen.
Das Modell stellt ein weitgehend präzises Abbild des Originals in seiner Standardversion dar. Die Proportionen des vorbildlich etwas "kastenförmig" anmutenden Fahrzeugs auf einem TGL-Fahrgestell (8-10 Tonnen) von MAN (Typ 10.180) mit dem in den Aufbau integrierten Mannschaftsraum und dem bis auf die untere Ebene herabgezogenen Laderäumen sind in der Miniaturversion gut getroffen. Ebenso gut umgesetzt wurden die beim Original verwendeten flachen Blaulicht-Blitzleuchten (zwei vorn, eines heckseitig), der vom Hersteller konzipierte fließender Formübergang des Fahrerhaus-Aufbaus mit farblicher Betonung nach dem neuen Rosenbauer-Design sowie einzelne Details. Hier sind beispielhaft zu nennen die Startknöpfe für die elektrische Rolladenbetätigung, die Türgriffe oder die sehr präzise Bedruckung sowohl auf dem Aufbau, dem Fahrerhaus als auch auf den Rolläden.
Eher enttäuschend hinsichtlich Darstellung und Präzision erweist sich leider die Dachbeladung. Lediglich in ihren Profilen angedeutete Leitern (so bilden Steckleitern und Leiterkasten ein einziges Gussteil!), eine ungeriffelte Leiterhalterung sowie eine gerade mal angedeutete Halterung für die Schiebleiter passen nicht sonderlich zum ansonsten sehr präzisen Modell. Hier bieten sich Umbau- und Detaillierungsarbeiten für den Modellbauer, der diesbezüglich von anderen Herstellern detailliertes Zubehör gewohnt ist, geradezu an.


Das LF 10/6 CL von Rosenbauer auf einem MAN-Fahrgestell.
Im Bild links gut sichtbar die Leiter-Halterungen sowie der Unterbau für die Steckleitern und die Aufstiegshilfe (fehlt am Wiking-Modell) -,
im mittleren Bild das abgeklappte Fahrerhaus (beim Modell nicht möglich) und im Bild rechts das kompakte Design des Fahrzeuges
einschliesslich der Umfeldbeleuchtung am oberen Dachrand des Aufbaus.
Die Blaulicht-Frontblitzer sind seitlich des Frontgrills angebracht (Bilder: Rosenbauer).

Zum Vorbild
Mit der "CompactLine"-Version von Feuerwehrfahrzeugen leichter, mittlerer und großer Grössenordnung (TSF, LF 10/6, LF 16) hat der österreichische Hersteller Rosenbauer seine Vision eines "Grossraum-Konzeptes" mit einem sehr leichten Aufbau ohne innenliegende Wände oder Profile, mit minimalem Aufbaugewicht und einem nicht geteilten Kontur-Aufbauverschluss (Rollladen) ohne zusätzliche Aufstiegsklappen umgesetzt. Von besonderer Bedeutung dabei der in den Aufbau integrierte Mannschaftsraum mit vier Sitzen in Fahrtrichtung sowie drei Sitzen entgegen der Fahrtrichtung sowie mit breiten und hohen Mannschaftsraumtüren, die einen einfachen und sicheren Ausstieg im Einsatz ermöglichen.
Somit zeichnen sich die CL-Fahrzeuge durch neue innovative Trends in Form und Design mit fließenden Formenübergang zwischen Fahrerhaus und Aufbau, durch einen Aufbau mit gerundeten Kanten und glatter seitlicher Aufbaufront ohne vertikale Unterbrechung und ohne vorstehende Rollladen-Bediengriffe sowie nicht zuletzt durch eine geschlossene harmonische Heckform mit Abdeckung der Fahrgestell-Unterseite aus.
Die maximale Aufbauöffnung (drei Großflächen-Aufbauverschlüsse, maximale Öffnung des Heckgeräte-Raumes mit 1.400 mm Breite ) auf jeder Fahrzeugseite ohne Zwischenteilung wird durch einen Elektroantrieb bedient. Alle Verschlüsse können sowohl gemeinsam per Knopfdruck aus der Kabine heraus geöffnet oder einzeln mit LED-beleuchteten Drucktasten von aussen betätigt werden. Bei abgestelltem Fahrzeug ist der Aufbau automatisch verschlossen.
Die niedrige Beladehöhe ermöglicht es den Einsatzkräften, sämtliche Geräte vom Boden aus stehend zu entnehmen. Dadurch sind keine zusätzlichen Auftritte erforderlich.
Ausgerüstet ist das LF 10/6 CL standardmässig mit einem 600-Liter-Löschwassertank (optional und im Rahmen der Gewichtsreserve sind 800 bis 1.200 Liter möglich), mit Hoch- und Niederdruck-Kreiselpumpe sowie mit modernster Schaumzumischanlage als Zusatzausstattung (zum Beispiel "FIXMIX", "DIGIDOS" oder CAFS).
Die kompakten Aufbauabmessungen (Breite 2,33 Meter, Höhe 2,94 Meter, Länge 6,76 Meter) und ein Radstand von 3.650 mm bieten hohe Wendigkeit bei schmaler Aufbaubreite und kurzem Überhang.
Der Aufbau ist mit einer Dachbeleuchtung in LED-Technologie ausgestattet. Zur möglichen Zusatzausstattung gehören beispielsweise Frontblitzleuchten, ein Halogenscheinwerfer-Umfeldbeleuchtung (seitliche Aufbaublenden), ein Lichtmast, eine heckseitige LED-Verkehrswarneinrichtung sowie Dachboxen.


Die Aufstiegshilfen oberhalb der Heckaufstiegsleiter
sind beim Wiking-Modell nicht vorhanden und sollten ergänzt werden (Bild: Rosenbauer).

Zum Modell - Umbauten und Detailveränderungen
Es geht hier - wie meist bei den weitgehend vorbildgerechten Modellen der bekannten Hersteller - nicht um wirklich notwendige Umbauten an den Grundmodellen, sondern um Detailveränderungen und Verfeinerungen, die das Modell zu einem ganz besonderen "Schmuckstück" machen sollen. Hinsichtlich der Gestaltung bieten sich Veränderungen im Bereich der Farbgebung und des Designs (z.B. weißer Frontgrill mit integrierten Blaulicht-Blitzern, Rolladen-Beschrifung), hinsichtlich des Fahrzeugtyps ein nach aussen hin optisch unkomplizierter Umbau zum Tanklöschfahrzeug (TLF 1000, Rosenbauer) an.


Das LF 10/6 CL in anderem Design (Bild: Rosenbauer)

Nachstehend einige Hinweise und Tipps zur Detailveränderung und Verfeinerung des Wiking-Grundmodells. Es bietet sich dabei an, das Modell in seine Einzelteile zu zerlegen. Da alle Teile sehr fein gesteckt sind, sollte das keine Probleme bereiten.
Interessant dabei: Die beiden Seiten- und das Heckteil des sichtbaren Aufbaus bilden einschliesslich der Rolladen jeweils ein Gussteil! Sie sind auf einen kompletten, optisch nur in den Randbereichen sichtbaern Aufbau einschliesslich der Aufbau-Mannschaftskabine sowie der Begrenzungs- und Verbindungsteile gesteckt. Auch die weisse Auflage des Fahrerhaus-Daches ist gesteckt und kann leicht entfernt werden. Gleiches gilt für die Dachbeladung.


Das "gesuperte" LF 10/6 CL von Wiking. Die veränderten Details sind gut zu erkennen, insbesondere im Bereich der Dachbeladung.
(Bilder: Jendsch)
 

Herstellerdaten
Neuheiten-Auslieferung Juni 2007
Bezeichnung: Feuerwehr-CompactLine (MAN TGL)
Bestellnummer: 614 01 37
Ausgewiesener Preis: ca. 15,00 Euro
Weitere Informationen des Herstellers im Internet: www.wiking.de
 


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FirePublications/Feuerwehrpresse Wolfgang Jendsch - Brandschutz und Rettungsdienst
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