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FEUERWEHRPRESSE FIRE PRESS |
Vorbild und Modell
Flugplatz-Tankspritze TS 2,5a-40,
Henschel Typ 33 FA
Roco Nr. 737 - Henschel TS 2,5
A (Epoche II)

Das Modell der Flugplatz-Tankspritze TS 2,5a im Massstab 1:87/HO
-
im Bild links in der geschlossenen Version mit viertürigem
Fahrerhaus, im Bild rechts in der offenen Version.
Mit einer absoluten Formenneuheit und mit
einem sehr detaillierten Modell überraschte die Firma Roco im Februar
2004 nicht nur die Liebhaber historischer Feuerwehrfahrzeuge. Bisher einzigartig
in der Modellwelt steht die neue Flugplatz-Tankspritze TS
2,5a-40 auf einem Dreiachs-Fahrgestell von Henschel (Typ 33 FA).
Absolut
vorbildgerecht und sehr filigran produziert dürfte sich die
Tankspritze als eines der "Highlights" unter den bereits
von Roco ausgelieferten historischen Feuerwehrfahrzeugen aus der Zeit des
Zweiten Weltkrieges (Epoche II) erweisen - zum Beispiel neben dem "Leichten
Löschgruppenfahrzeug" (LLG, LF 8), der "Schweren Drehleiter" (SDL,
DL 22) oder dem "Grossen Löschgruppenfahrzeug" (GLG, LF 25).
Das Salzburger Unternehmen bietet sein neues Modell gleichzeitig
in zwei Versionen an - zum einen in der geschlossenen Version mit
viertürigem Fahrerhaus, zum anderen (durch Abnehmen des Fahrerhauses)
in der offenen Version. In Kombination beider Versionen stehen mögliche
Umbauten zur Disposition, denn die Flugplatz-Tankspritzen der Jahre 1936
bis 1942 unterschieden sich sehr wohl durch unterschiedliche An- und Aufbauten
sowie durch unterschiedliche Ausrüstungen und Farbgebungen.

Vorbildfotos der Flugplatz-Tankspritze 2,5a-40 sind selten. Diese
beiden Fotos aus dem Archiv der Firma Magirus (Ulm) zeigen die TS 2,5
in einer geschlossenen (Bild links) und in einer halboffenen
Version (Bild rechts). Deutlich sichtbar die Schlauchhaspel (im Bild rechts
offenliegend, im Bild links abgedeckt) mit der Schlauchverbindung zum "Komet"-Luftschaumrohr.
Bild: Archiv Jendsch (Bildautor unbekannt)
Zur Organisation und zum Vorbild
TS 2,5a-40 - eines der später restaurierten Vorbildfahrzeuge
für das Roco-Modell.
Bild: Archiv Jendsch (Bildautor unbekannt).
Für den abwehrenden Brandschutz auf den militärischen
Fliegerhorsten und Flugplätzen vor allem in Deutschland und
Österreich beschaffte das Reichsluftfahrtministerium (RLM)
des "Dritten Reiches" sogenannte "Flugplatz-Tankspritzen" auf geländegängigen
2,5-Tonnen-Dreiachsfahrgestellen der Firma Henschel, aufgebaut
und ausgeliefert in den Jahren 1936 bis 1942 von den deutschen Feuerwehrfahrzeug-Herstellern
Metz (Karlsruhe) und Magirus (Ulm). Das Roco-Modell dürfte vermutlich
die ab Februar 1941 von der Firma Magirus ausgelieferte Bauserie darstellen
(?). Die 115 PS starke "TS 2,5a-40" war damit eines der rund 1500 Feuerlöschfahrzeuge,
die nach den Richtlinien des Reichsluftfahrtministeriums für
den Brandschutz eigener Einrichtungen entwickelt und gebaut
wurden. Kennzeichnend für diese Fahrzeuge waren hauptsächlich
- neben dem dreiachsigen Fahrgestell (3 t, nach Angaben RLM 4,5 t) - ein
heckseitig offenliegender Löschwassertank mit einem
Fassungsvermögen von 2500 Litern sowie die als markanter Frontanbau
ausgeführte Feuerlösch-Kreiselpumpe FLP 25/8 mit
einer Leistung von 2500 l/min. Zusätzlich waren die Tankspritzen ausgestattet
mit einem Schaummitteltank (250-300 Liter), zwei Schnellangriffseinrichtungen
(2x 32 m und 1x 40 m HD-Schlauch auf hochkant montierten Haspeln) mit den
auf den vorderen Kotflügeln abgelegten "Komet"-Luftschaumrohren (Wasser-/Schaum-Rohre)
sowie mit Kleinlöschgeräten (mobile Schaumlöscher), zwei
Bergungshaken und zwei Klappleitern.
Die Flugplatz-Tankspritzen standen sowohl
in der offenen Version als auch in einer geschlossen (komplette viertürige
Mannschaftskabine) sowie in einer halboffenen Version (offene Fahrerkabine
mit Dach) zur Verfügung. Die Fahrerkabine war für maximal fünf
Personen ausgelegt, davon fanden 2-3 Personen auf der vorderen Sitzbank
Platz, zwei weitere jeweils links und rechts hinter dieser Sitzbank. Diese
beiden Plätze waren quer zur Fahrtrichtung positioniert.
Die Lackierung der Luftwaffen-Feuerwehrfahrzeuge
erfolgte in mattem Grau (RAL 7021). Da später einige Fahrzeuge
auch dem Luftschutz der Feuerschutzpolizei (Reichsinnenministerium) zugeordnet
waren, wurden diese im typischen Dunkelgrün (glänzend) der Feuerschutzpolizei
lackiert. Die Flugplatz-Tankspritzen (TS 2,5a) wurden etwa ab 1943 als
Tanklöschfahrzeuge (TLF 25/40) bezeichnet.
Zum Modell -
Ausstattungs- und Farbergänzungen
Es gibt eigentlich nicht allzu viel, was man bei diesem
Modell
verändern oder ergänzen könnte. Es entspricht
in nahezu allen Details seinem Vorbild, somit bleibt eigentlich
nur noch das sprichwörtliche "Supern" und/oder die Anpassung
an unterschiedliche Ausstattungsvarianten der Vorbildfahrzeuge.
Letzteres lässt sich unschwer mit Modellzubehör von Roco oder
anderen Herstellern (Preiser, Herpa) bewerkstelligen (z.B. Saugschläuche,
Haspeln, Schlauchmaterial, Richtungsanzeiger, Zusatzleuchten, Peilstangen,
Rückspiegel).
Lackiert wird das Roco-Modell - insofern man es nicht
bei der ursprünglichen Modellfarbe belassen will - über alles
(Aufbau, Chassis, Radkappen) in mattem Dunkelgrau ("Wehrmachts-Grau").
Gemäss "Reichsausschuss für Lieferbedingungen" (RAL) kam hier
der Grundfarbton Nr. 7021 zur Anwendung (Humbrol Nr. 67,
Revell Nr. 9). In Schattenbereichen wirkt diese Farbgebung oftmals graublau
(siehe Vorbildfoto). Erst ab 1939 wurden Fahrzeuge der Luftwaffe in RAL
7019 (Anthrazit, "Luftwaffen-Grau") lackiert. Dies entspricht dem
RLM-Farbton Nr. 65 A (Revell Nr. 79).
Sinnvoll für eine möglichst optimale Erscheinungsform des Roco-Modells könnten folgende Detailveränderungen sein. Zu beachten ist allerdings, dass diese Details während der "aktiven" Zeit der Löschfahrzeuge sehr unterschiedlich auffindbar waren:

Herstellerdaten zum Modell
Neuheiten-Auslieferung Februar 2004
Bezeichnung: Henschel TS 2,5 A (Flugplatz-Tankspritze)
Bestellnummer: 737
Ausgewiesener Preis: 00,00 Euro (?)
Weitere Informationen des Herstellers im Internet: www.minitanks.at
Hinweis: Die Beiträge dieser Reihe
stehen künftig in erweiterter Ausführung sowie mit zusätzlichen
Bildern und Hinweisen versehen
auch als pdf-Dateien sowie als Serie auf CD-ROM zur Verfügung.
Presse- und Werbeagentur Wolfgang Jendsch - Fachagentur
für Brandschutz und Rettungsdienst
Wolfgang Jendsch, Fachredakteur/Fachautor
Buchhof 1 - D-78315 Radolfzell/Bodensee
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