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Wald- und Flächenbrandbekämpfung
in den USA - Wildland Firefighting
Airtanker, Helikopter und Waldbrand-Löschfahrzeuge
Bildarchiv 3
Bilder, Bilder, Bilder ...!
Die folgenden Fotos sind wahrscheinlich interessant für
Technik-, Flugzeug- und Fahrzeugfreaks?!
Ich zeige hier eine sehr kleine Auswahl von rund
10.000 Bildern mit Luftfahrzeugen und Löschfahrzeugen der
amerikanischen Waldbrand-Organisationen. Alle diese Fahrzeuge sah ich während
meiner Reisen durch die US-Weststaaten - und jedes Mal war ich wieder begeistert
von der speziellen Technik und von den Möglichkeiten, diese Technik
bei Waldbrandeinsätzen zu nutzen. Und oftmals hatte ich die Gelegenheit,
mit unterschiedlichen Führungsfahrzeugen, Löschfahrzeugen, Wasser-Zubringern,
Hubschraubern und Flugzeugen in die Einsatzgebiete fahren oder fliegen
zu dürfen.
Ich werde niemals das grossartige Gefühl während
dieser Einsatzfahrten vergessen, aber ich werde auch niemals vergessen,
dass Feuerwehrangehörige, Air-Commander, Hotshots, Smokejumper oder
Piloten eine grossartige Aufgabe erfüllen. Danke schön für
alles!
Die amerikanische Wildland Fire
Air Attack
Leitflugzeuge und Löschflugzeuge
Unterschiedliche Versionen der US Wildland Fire Air Attack
- Leitflugzeuge (Lead Planes), Kommandoflugzeuge (Tactical Command Planes)
oder Löschflugzeuge (Airtanker, Helitanker, Crew-Helikopter) - werden
im Rahmen der Wald- und Flächenbrandbekämpfung (Wildland Fire
Fighting) eingesetzt zur Luft-Unterstützung der bodengebundenen Löscheinheiten
wie Handcrews und Strike Teams.


Bild 1: Leadplane "Rockwell
OV-10 Bronco", California Division of Forestry and Fire Protection (CDF),
Fresno Air Attack Base (CDF, USFS), Kalifornien. "Broncos" werden beim
CDF und beim BLM vorrangig als Leitflugzeuge eingesetzt.
Bild 2: Leadplane "Beechcraft
58P Baron" des US Forest Service (USFS/USDA); National Interagency Fire
Center (NIFC), Fire- and Smokejumper Airbase Boise/Idaho.
Bild 3: Kommandoflugzeug
(Command Plane, Air Command), "Aero Commander 500B", Kern County Fire Department,
Kalifornien. Ich erinnere mich an einen Flug mit diesem zweimotorigen Hochdecker
und mit Air Attack Supervisor Fred Roach über dem "Democrate Fire"
- dieser Flug - stundenlang immer nur im Kreis - war sicher nicht besonders
angenehm für den Magen, aber es war ausgesprochen interessant, aus
der Luft die Einsatzmassnahmen am Boden und in der Luft zugleich zu beobachten.
Die US Waldbrand-Organisationen setzen unterschiedliche organisationseigene (USFS, CDF) oder beauftragte Airtanker der ICS-Types 1 bis 3 ein (Type 4: einmotorige Landwirtschafts-Tanker). Verschiedene Charterfirmen (Contractors) - zum Beispiel Neptune Inc., Aero Union Corporation, Hawkins & Powers, TBM Inc., T & G Aviation Inc. - stellen die Löschflugzeuge während der offiziellen Brandsaison (Fire Season) auf speziellen Fire Air Bases bereit.
Air Tanker Klassifizierung:
ICS-Type I: 3000+ gal (11.355 Liter) Retardant (Il-76,
Martin Mars, KC-97, C-130, C-130 MAFFS, P3, DC-7)
ICS-Type II: 1800-2999 gal (6800-11.355 Liter) Retardant
(DC-6, P2V, SP2H, PB4Y2, DC-4/C54, DC-4 Super)
ICS-Type III: 600-1799 gal (2270-6800 Liter) Retardant
(B-26, Albatross, Super PBY, CL215, CL415, AT802, S2, A26, Twin Otter)
ICS-Type IV: 100-599 gal (380-2270 Liter) Retardant (Turbine
Trush, Ag Cat, Dromedar, Beaver)
*ICS: Incident Command System, ein in den gesamten USA
in der Wald- und Flächenbrandbekämpfung angewandtes taktisches
und technisches Kommando- und Organisationssystem.
10. Mai 2004: Das Aus für
die Grossen Airtanker in den USA -
Der US-Forest Service (USDA)
und die DOI-Waldbrandorganisationen (BLM, FWS, NPS, BIA, OAS)
kündigen Verträge
zum Einsatz Grosser Airtanker (Löschflugzeuge Type I-III)
Der US-Forest Service (USDA) und das US-Innenministerium
teilten am 10. Mai 2004 offiziell mit, dass die Verträge für
33 "Large Airtankers" (Löschflugzeuge Type I-III; siehe nachstehende
Bilder) im Hinblick auf die unkalkulierbaren technischen Zustände
der Maschinen und im Hinblick auf die öffentliche Sicherheit gekündigt
werden. Die grossen "Fixed-Wing Airtankers" (Flächen-Löschflugzeuge)
wurden in der Wald- und Flächenbrandbekämpfung der USA bisher
hauptsächlich für den Erstangriff sowie für den Schutz von
Gebäuden und bewohnten Gebieten eingesetzt.
Diese Entscheidung des US-Forest Service (USDA) resultiert
aus Feststellungen und Empfehlungen eines Untersuchungsberichtes des "National
Transportation and Safety Board" (NTSB) vom 23. April 2004 zu drei vorausgehenden
Airtanker-Unfällen (siehe Nachrufe).
Eine der kritischen NTSB-Feststellungen besagt: "... es ist offensichtlich,
dass derzeit keine effektive Technik zur Verfügung steht, die eine
künftige Flugfähigkeit dieser Löschflugzeuge sicherstellt".
Das NTSB stellte in seinem Bericht zudem abschliessend fest, dass der US-Forest
Service und das "Department of the Interior" (DOI; US-Innenministerium)
verantwortlich seien für die Aufrechterhaltung der Sicherheit von
Löschflugzeugen.
Die insgesamt 33 Airtanker (Löschflugzeuge)
in den USA werden während der jährlichen Waldbrand-Saison von
privaten Firmen (Contractors) aufgrund von Verträgen mit den staatlichen
Waldbrand-Organisationen eingesetzt.
Da die meisten der Grossen Airtanker (Löschflugzeuge
Type I-III) für den militärischen Einsatz entwickelt und verwendet
wurden, bevor sie von privaten Vertragsfirmen beschafft wurden, stellte
das NTSB zudem fest, dass für die wenigsten Maschinen eine lückenlose
technische Wartung und Inspektion nachgewiesen werden konnte. Dieser mangelhafte
Nachweis mache es künftig unmöglich, ausreichende technische
Flugsicherheit zu garantieren, so das NTSB. Das Alter der grossen
Airtanker (Löschflugzeuge) liege bei 48 bis 60 Jahre.
"Sicherheit ist das höchste Gut der Brandschutz-Gemeinschaft
und daher für uns unverzichtbar", so der Chef des US-Forest Service,
Dale Bosworth (USFS National Headquarter): "Eine Fortsetzung der
Nutzungsverträge für diese Grossen Airtanker, für die keine
technische Möglichkeit mehr zur Sicherstellung der Flugsicherheit
existiert, stellt ein nicht akzeptables Risiko dar für die Luftfahrt-Verantwortlichen,
die Einsatzkräfte am Boden sowie für die Kommunen, die wir zu
schützen haben". "Wir nehmen die Untersuchungen und
Empfehlungen des NTSB sehr ernst", so Kathleen Clarke, Direktor
des "Bureau of Landmanagement" (BLM), eine der grossen staatlichen Waldbrandorganisationen
in den USA. Clarke weiter: "Chief Bosworth und ich bemühen uns, in
Kooperation und Abstimmung mit den anderen staatlichen Organisationen sowie
mit unseren staatlichen Partnern, dem Kongress, der Industrie und der Öffentlichkeit
deutlich zu machen, dass diese Entscheidung notwendig wurde, um weiterhin
Sicherheit, ein effektives Fire-Management und einen effektiven Brandschutz
sicherstellen zu können". Der Einsatz Grosser Airtanker (Löschflugzeuge)
sei zudem nur eine von zahlreichen Möglichkeiten, die Einsatzkräfte
nutzen können. Wald- und Flächenbrände würden jedoch
in der Regel vom Boden aus organisiert und bekämpft, nicht aus der
Luft. Im Laufe eines Jahres würden jedoch tausende von
Wald- und Flächenbränden im Ersteinsatz gelöscht - ohne
Luftunterstützung!
Die Brandschutz-Organisationen entwickeln nunmehr eine
Strategie
für die Waldbrand-Saison 2004, nach der die bodengebundenen
Einheiten (Hotshot Crews, Engine Fire Crews) durch den koordinierten Einsatz
anderer zur Verfügung stehender Luftfahrzeuge ergänzt werden
sollen -, so beispielsweise durch grosse Helikopter und Helitanker (Löschhubschrauber
Type I-III; siehe nachstehende Bilder), durch einmotorige "Single Engine
Airtankers" (SEATS) und durch die mit dem "Modular Airborne Firefighting
System" (MAFFS) ausgerüsteten acht C-130-Löschflugzeugen des
Militärs (Nationalgarde, Air Force). Die Planung für ein Langzeit-Aviation-Management
und die Beschaffung moderner Luftfahrzeuge in Abhängigkeit von den
zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln wird unter der Leitung
des US-Forest Service (USDA) und der DOI-Organisationen (DOI/Department
of the Interior: BLM, FWS, NPS, BIA, OAS)
erfolgen.
"Damit ist klar, dass die Zeiten der Nutzung von
älteren Luftfahrzeugen mit unklarer technischer Flugfähigkeit
für Waldbrand-Einsätze vorbei sind", so Chief Dale Bosworth
vom US-Forest Service (USDA). "Wir sind den Piloten, den Crews und den
Betreibern dieser Luftfahrzeuge dankbar, dass sie sich über Jahrzehnte
hinweg um den Einsatz von Airtankern zur Wald- und Flächenrandbekämpfung
engagiert haben. Wir verfügen nicht zuletzt deshalb über das
grossartigste Fire-Management und die besten Brandschutz-Programme der
Welt, und wir werden auch weiterhin bemüht sein, menschliches Leben,
Besitz und die natürlichen Ressourcen unserer Nation zu schützen".
"Das Ende der Heavy Airtanker" - Entscheidung des U.S. Forest Service zur
Stilllegung der Type-I/II-Airtanker
Zusammenfassender Fachbeitrag zur Stilllegung der amerikanischen
"Heavy/Large Airtanker" (Grosse Löschflugzeuge Type I und II) im Mai
2004. Der Beitrag beschreibt die Gründe für die Entscheidung
des U.S. Forest Service und der DOI-Organisationen, die anschliessende
fachliche Diskussion sowie die weitergehende Entwicklung des "Aerial Firefighting"
(Luftunterstützung bei der Wald- und Flächenbrandbekämpfung).
Weitere Informationen auf Anfrage:
info@feuerwehrpresse.de


Bild 1: Airtanker 26
(Aero Union Corporation) Lockheed P3-A Orion, ein viermotoriges Type-I
(ICS) Turboprop-Flugzeug auf der Redding Air Attack Base in Kalifornien.
Der T 26 verfügt über 3000 gal Fire Retardant und arbeitet im
Löscheinsatz mit acht Abwurfklappen. Die U.S. Navy hatte die P3's
vorrangig zur Überwachung von Unterseebooten eingesetzt. Durch die
Turbinenantriebe führen Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit
zu einem ausgesprochen kurzen Startweg der P3's.
Bild 2: Airtanker 160
(Aero Flite) Douglas DC-4 Airliner, ein sehr populäres Type-II (ICS)
Löschflugzeug, das mit 2000 gal Fire Retardant beladen werden kann
und mit vier bis acht Abwurfklappen operiert. Die DC-4 ist ein wenig langsamer
als die meisten anderen Airtanker, aber sie kann von Flughäfen mit
kürzeren Startbahnen und geringeren Gewichtsvorschriften aus operieren.
Das Flugzeug wurde vom Militär sowie von zivilen Fluggesellschaften
beschafft. Der Airtanker 160 war auf der Reno Airbase in Nevada stationiert.
Bild 3: CDF-Airtanker
78, Grumman S-2F Tracker - ein Type-III (ICS) Tanker der Redding Air Attack
Base, Kalifornien. Die S-2 wird in den Weststaaten der USA nur vom California
Department of Forestry and Fire Protection (CDF) eingesetzt. Der kleine
Airtanker, der über einen 800 gal Retardant-Tank verfügt und
mit vier Abwurfklappen ausgestattet ist, operiert üblicherweise ohne
Leadplanes, jedoch unter der taktischen Führung eines Air Tactical
Supervisors (Luft-Einsatzleiter).
Air Attack:
Helitanker, Helitack- und sonstige
Lösch-Helikopter
Neben Airtanker (Löschflugzeugen) setzen die US
Waldbrand-Organisationen und Feuerwehren Hubschrauber für die Wald-
und Flächenbrandbekämpfung ein. Helikopter stehen dabei zur Verfügung
zum Abwurf von Löschwasser aus fest angebauten Tanks (Helitanker)
und flexiblen Abwurfbehältern (Buckets; Lösch-Helikopter), zum
Absetzen von Löscheinheiten (Helitack, Rappeling) sowie zum Transport
von Einsatzkräften, Gerät und Material. Helikopter werden von
den festen Fire Air Attack Bases (Feuerwehr-Flughäfen) oder von behelfsmässig
und zeitlich befristet in den jeweiligen Einsatzgebieten angelegten Helispots
eingesetzt.
Helikopter Klassifizierung:
ICS-Type I: 700 gal (2650 Liter) Löschwasser, 16
Sitze einschliesslich der des Piloten, zulässiges Gesamtgewicht 5000
lbs.
(z.B.: Boeing-234, S-64, AS-332, Vertol-107)
ICS-Type II: 300 gal (1135 Liter) Löschwasser, 10
Sitze einschliesslich der des Piloten, zulässiges Gesamtgewicht 2500
lbs.
(z.B.: Bell-212, Bell-205, BK-117, S-58)
ICS-Type III: 100 gal (380 Liter) Löschwasser, 5
Sitze einschliesslich der des Piloten, zulässiges Gesamtgewicht 1200
lbs.
(z.B.: Bell-206B-III, Lama, MD-500, AS-355)
ICS-Type IV: 75 gal (280 Liter) Löschwasser, 3 Sitze
einschliesslich der des Piloten, zulässiges Gesamtgewicht 600 lbs.
(z.B.: Bell-47, Hiller-12E)
*ICS: Incident Command System, ein in den gesamten USA
in der Wald- und Flächenbrandbekämpfung angewandtes taktisches
und technisches Kommando- und Organisationssystem.


Bild 1: Helitanker
Bell 412, ein mit zwei Turbinen ausgestatteter Type-II (ICS) Helikopter
des Los Angeles County Fire Department (LACFD), Kalifornien. Der Hubschrauber
hat vier Hauptrotorblätter, im Vergleich zu den zwei Rotorblättern
der Bell 212. Helitanker sind mit einem ausserhalb an der Maschinen-Unterseite
befestigten 360 gal (1360 Liter) fassenden Löschwassertank ausgestattet.
Diese Fixtanks können entweder über einen Löschwasser-Hydranten
oder über ein Löschfahrzeug (Engine, Water Tender) aufgefüllt
werden. Die Bell 412 kann auch für spezielle Rappeling-Einsätze
(Helitack) oder für den Crew- und Materialtransport genutzt werden.
Bild 2: Aerospetiale
AS-355F-1 Twinstar, ein Type-III (ICS) Feuerwehr-Helikopter des Sequioa
National Park Service, Kalifornien.
Bild 3: Lösch-Helikopter
der Nevada Devision of Forestry (NDF) von der Minden Air Attack Base, Nevada.
Die Type-II (ICS) Bell 205 A-1 wird üblicherweise für Einsätze
mit flexiblen Löschwasser-Behältern (Buckets) eingesetzt, aber
auch für den Transport von Löschkräften und Material. Der
Hubschrauber ist mit einem 1300 PS starken Antrieb versehen und biete Platz
für 14 Firefighter.
Neben Löschflugzeugen (Airtanker) und Lösch-Hubschraubern verfügt die amerikanische Fire Air Attack über spezielle Flugzeuge und Helikopter wie beispielsweise über Wasserflugzeuge, die aus offenen Gewässern ihre Tanks auffüllen können, über Smokejumper- und Materialflugzeuge oder über medizinische Rettungshubschrauber. Nachstehend drei Beispiele für diese speziellen Luftfahrzeuge.


Bild 1: Neben den bekannten
Canadair CL-215 und CL-415 Wasserflugzeugen zeigt dieses Bild eine modifizierte
PBY-5A CANSO (Buffalo Airways). Es handelt sich um ein ex-Militärflugzeug
aus dem Zweiten Weltkrieg, ehemals eingesetzt für Langstrecken-Kontrollflüge
entlang der US-Küsten. In den 60er Jahren wurde die Maschine zum "Wasserbomber"
umgebaut - lediglich drei Airtanker dieses Typs, die ihre Löschwassertanks
während des Fluges beziehungsweise durch Gleiten auf einem Gewässer
auffüllen können, werden derzeit noch zum Löschen von Waldbränden
eingesetzt. Das Flugzeug setzt zum Auffüllen der Löschwassertanks
kurzfristig auf einem Gewässer auf, so dass das Wasser in die geöffneten
Tanks strömen kann. Nach dem selbstständigen Füllvorgang
kann das Flugzeug sofort wieder zu einer Löschoperation starten, ohne
zwischenzeitlich landen zu müssen. Dieser Airtanker ist auf einem
County Airport nahe Deer Park, Spokane County/Washington, stationiert.
Bild 2: Sehr bekanntes
und häufig genutztes Smokejumper-Flugzeug (Jump Plane) des US Forest
Service, Missoula Smokejumper Base, Montana. Die C 23-Sherpa (Shorts SD
330) kann 10 bis 20 Smokejumper mit ihrer kompletten Ausrüstung transportieren.
Flugzeuge dieses Typs werden beim US Forest Service (USFS/USDA) und beim
Bureau of Landmanagement (BLM) eingesetzt.
Bild 3: Während
grösserer Brandeinsätze stehen spezielle Rettungshubschrauber
(Air Ambulances) an den Einsatzstellen zur Verfügung. Hier ein BK-117
Helikopter (N378LF).
Waldbrand-Löschfahrzeuge
Waldbrand-Löschfahrzeuge des Bureau of Landmanagement
(BLM)
Das Bureau of Landmanagement (BLM) - U.S. Department
of the Interior (US-Innenministerium) - ist die grösste staatliche
Waldbrand-Organisation in den USA. BLM versorgt rund 265 Millionen
Acres öffentlichen Landes und bietet zudem Brandschutz für weitere
388 Million Acres. BLM ist die führende Organisation (Agency) des
National Interagency Fire Center (NIFC).


Bild 1: Chevrolet 3500
Brush Truck (ICS Type-VI) des BLM District Rock Springs, Wyoming: Wildland-Modell
663S (NIFC), 200 gal (756 Liter) Löschwasser, Pacific BB4 Feuerlöschpumpe,
Robwen Flow-Mix 500B Schaum-System.
Bild 2: Type-V (ICS)
Waldbrand-Löschfahrzeug auf International-Fahrgestell, BLM District
Grant Junction, Colorado Upper Colorado River Interagency Fire Management
(USFS, BLM).
Bild 3: Das Bureau
of Landmanagement (BLM) District Office in Winnemucca/Nevada verfügt
über zwei von nur wenigen Mercedes-Benz Unimog-Löschfahrzeugen
in den USA. Diese kleine Type-VI-Engine (Nr. 2962) wurde 1996 von NIFC
konstruiert und verfügt über einen 400 gal (1510 Liter) Löschwassertank,
drei gal Class-A Schaum und einer 120 gpm (ca. 480 l/min.) Feuerlöschpumpe.
Das Räumschild wird zum Anlegen von Brandschneisen (Fire Lines) genutzt.
Die andere Unimog-Engine (Nr. 2931) ist ein Mercedes-Benz Unimog 2450 (Baujahr
1993) mit 950 gal (3600 Liter) Löschwasser und einer 350 gpm (ca.
1325 l/min.) Pumpe.
Waldbrand-Löschfahrzeuge des U.S. Forest Service
(USFS/USDA)
Der U.S. Forest Service (USFS) - U.S. Department of Agriculture
(USDA; US-Landwirtschaftsministerium) - ist die zweitgrösste
staatliche Waldbrand-Organisation in den USA. Die Organisation
ist zuständig für rund 190 Million Acres in Nationalforsten und
Grasslands.


Bild 1: Type-VI Waldbrand-Löschfahrzeug
(USFS-Modell 52) des Upper Colorado River Interagency Fire Management (USFS,
BLM), Glenwood Springs, Colorado. Der 1997 gebaute Brush Truck verfügt
über einen 290 gal (1100 Liter) Löschwassertank aus Fiberglas
sowie über eine Wajax BB-4 Pumpe auf einer sogenannten "Slip-on Unit"
(abnehmbarer Aufbau).
Bild 2: Waldbrand-Löschfahrzeug
(ICS Type-5, USFS-Modell 71, Baujahr 1994) auf einem Navistar International
4900 Chassis mit 600 gal (2270 Liter) Löschwassertank, 10 gal Schaum
(ca. 40 Liter), einer 200 gpm (ca. 760 l/min.) Hale CBP-4 Pumpe und einer
"Power-take-off-Pumpe" (mobile Zusatzpumpe) vom Typ "Aqua Mac". Der Fahrzeugaufbau
wurde von der Firma GTA Aviation Service Comp., Phoenix, gefertigt. Die
Engine ist an der USFS Ranger Station in Silver City, New Mexico, stationiert.
Bild 3: USFS-Fahrzeug
auf einem International-Chassis, ein spezielles Transportfahrzeug für
Personal und Ausrüstung einer Helitack-Crew.
Löschfahrzeuge der staatlichen Waldbrand-Organisationen:
Zum Beispiel - California Department of Forest and
Fire Protection (CDF)
Das CDF ist die grösste Waldbrand-Organisation
(Agency) innerhalb eines US-Bundesstaates. Die Organisation ist
zuständig für den Vorbeugenden und Abwehrenden Brandschutz für
über 31 Millionen Acres kalifornischen privaten Landbesitzes. Zusätzlich
bietet die Organisation unterschiedlichen Brandschutz-Service in 33 der
58 staatlichen Landkreise über Vereinbarungen mit örtlichen Verwaltungen
an (zum Beispiel auch Brandschutz und Rettungsdienst für Wohngebiete;
Structure Fire Service).
Andere staatliche Waldbrand-Organisationen (Federal
State Fire Agencies) beispielsweise: Nevada Division of Forestry
(NDF), Arizona Department of Forestry (ADF), New Mexico Forestry Division
(NMFD), Colorado State Forest Service (CFS), Utah Department of Forestry
and Fire, Wyoming Forestry Division (WFD), State of Idaho Forestry, Montana
Forestry Division (MFD), Washington Department of Natural Resources (DNR),
Oregon Department of Forestry (ODF).


Bild 1: Typisches CDF
Type-III (ICS) Waldbrand-Löschfahrzeug der CDF Fire Station 30 in
Paso Robles, Kaliforniaen. Der International/Masterbody ist mit einem 500
gal (1890 Liter) Löschwassertank und einer 500 gpm (1890 l/min.) Hale-Feuerlöschpumpe
ausgestattet. Die Engine was wurde im Jahre 1992 gebaut.
Bild 2: Ford-Lkw mit
"Heavy Attack Equipment" (Bulldozer) der Dobbins Fire Station, Yuba County,
Kalifornien.
Bild 3: CDF-Mannschaftsfahrzeug
(Crew Carrier) der Pine Grove Fire Crew, Kalifornien (California Youth
Authority) auf International-Chassis. Mit Fahrzeugen dieser Art transportieren
Waldbrand-Agencies ie mit Strafgefangenen besetzten Fire Crews von den
Justizvollzugsanstalten in die Einsatzgebiete.


Bild 1: Brush Truck
auf International Loadstar der Nevada Division of Forestry (NDF), South
Washoe Fire Station, Nevada.
Bild 2: Type-V (ICS)
Waldbrand-Löschfahrzeug auf International 5700 Chassis, Oregon Department
of Forestry (ODF), Forest Grove/Oregon.
Bild 2: Patrouillen-
und Löschfahrzeug vom Typ Hummer des National Park Service (NPS),
Grover Beach, Kalifornien. Der NPS - U.S. Department of the Interior (US-Innenministerium)
- verwaltet über 80 Million Acres Land in Nationalparks, US-staatlichen
Monuments, historischen Einrichtungen, Naturreservaten und anderen US-staatlichen
Gebieten.
Von den US-Bundestaaten zur Verfügung gestellte
Waldbrand-Löschfahrzeuge
Die US-Bundesstaaten unterstützen örtliche
Feuerwehren der brandgefährdeten Regionen mit speziellen Waldbrand-Löschfahrzeugen
zusätzlich zu den dort vorhandenen Fahrzeugen der Fire Agencies.
Nachstehend drei Beispiele solcher Fahrzeuge aus New Mexico, Washington
und Utah.


Bild 1: Staatliches
Waldbrand-Löschfahrzeug aus New Mexico, stationiert in Glenwood/New
Mexico, Apache Sitgreaves National Forest.
Bild 2: Brush Truck
des Washington State Department of Natural Resources (DNR), Spokane County
Fire District 4. Der Ford F 350 mit einem 1996 vom DNR selbstentwickelten
Aufbau verfügt über 200 gal (ca. 750 Liter) Löschwasser
und 5 gal Schaumkonzentrat.
Bild 3: Ford F 350
Brush Truck des "Utah Department of Natural Resources and Forestry", Moab/Utah.
Das 1996 gebaute Kleinlöschfahrzeug ist mit 300 gal (1130 Liter) Löschwasser,
5 gal Schaum und einer 250 gpm (ca. 950 l/min.) Hale-Pumpe ausgestattet.
Waldbrand-Löschfahrzeuge der Indianer-Reservate
Bureau of Indian Affairs (BIA)
Die meisten Städte und Dörfer in den US-Indianer-Reservaten
haben ihre eigenen Feuerwehren, und die meisten von ihnen sind in das US
Wildland Fire Fighting System integriert. Damit verfügen diese Indianer-Feuerwehren
über eigene Brush Trucks (Waldbrand-Kleinlöschfahrzeuge) und
Fire Engines (Waldbrand-Löschfahrzeuge), ihre eigenen Wildland Fire
Fighting Crews (Löscheinheiten), manchmal auch über eigene Hotshots
und Smokejumper. Die nachstehenden drei Bilder zeigen Beispiele von Löschfahrzeugen
der Apache Indian Reservation (Arizona), der Hopi Indian
Reservation (Arizona) und der Paiute Indian Reservation (Nevada).
Überregionale Verwaltungsorganisation der Indianer-Reservate ist das
Bureau
of Indian Affairs (BIA). Die Organisation bietet den Wald- und
Flächenbrandschutz für rund 60 Million Acres Indianerland in
den Reservaten sowie für weiteres unbewohntes Land.


Bild 1: Waldbrand-Löschfahrzeug
auf einem ehemaligen GMC-Militärchassis: White Mountain Apache Fire
& Rescue (Fort Apache Indian Reservation), Whiteriver Fire Station,
Arizona.
Bild 2: Patrol (Kontroll-
und Löschfahrzeug) der Hopi Indian Reservation in Keams Canyon, Arizona
- ein Chevrolet 3500 Brush Truck mit einer Slip-on Unit (Wajax-Pacific
Pumpe, 200 gal (ca. 750 Liter) Löschwassertank; der Aufbau wurde durch
NIFC entwickelt). Die E-88 ist ein staatliches Löschfahrzeug (Bureau
of Indian Affairs/BIA).
Bild 3: GMC 7000 D
Brush Truck (Baujahr 1983) der Paiute Indian Reservation, Clark County/Nevada.
Das Waldbrand-Löschfahrzeug verfügt über 300 gal (ca. 1130
Liter) Löschwasser und eine 165 gpm (ca. 730 l/min.) Hale-Feuerlöschpumpe.
Waldbrand-Löschfahrzeuge der County- und City
Fire Departments (Städte, Landkreise)
Neben der Brandschutz-Ausrüstung der staatlichen
Waldbrand-Organisationen wie beispielsweise BLM, USFS, CDF oder NDF bieten
die Feuerwehren in den Städten und Landkreisen (City- und County
Fire Departments) - neben ihrer regulären Brandschutzausrüstung
für Gebäude- und Rettungseinsätze - zahlreiche Waldbrand-Löschfahrzeuge,
manchmal auch Hubschrauber (z.B.: Los Angeles County F.D., Los Angeles
City F.D., Kern County F.D.).
Ich will nachstehend nur einige Beispiele dieser Fahrzeuge
zeigen: zwei Waldbrand-Kleinlöschfahrzeuge (Brush Trucks) und vier
Löschwasser-Zubringer beziehungsweise sogenannte "taktische Löschwasserfahrzeuge"
(Water Tender; Tactical Engines). Mein Fotoarchiv beinhaltet jedoch einige
hundert dieser Fahrzeuge aus allen westlichen US-Bundesstaaten.


Bild 1: Hummer Brush
Truck aus dem Jahre 1996, mit einem 250 gal (946 Liter) Löschwassertank
und einer 100 gpm (380 l/min.) Wajax-Pumpe. Der Hummer ist beim Boise Fire
Department, Idaho, stationiert.
Bild 2: Ford F 350
Super-Duty Brush Truck (1997) des Spokane County Fire District 4, Washington.
Das geländegängige Fahrzeug ist ausgestattet mit einer Slip-on
Unit mit 400 gal (1510 Liter) Löschwassertank und mit 10 gal Schaumkonzentrat.
Bild 3: Das Victor
Fire Department, Montana, besitzt diesen 1500 gal (ca. 5680 Liter) Water
Tender auf einem International Loadstar 1800 Chassis mit Butler-Tankaufbau,
jedoch ohne Feuerlöschpumpe. Das Fahrzeug wurde 1964 gebaut.


Bild 1: 5000 gal (18925
Liter) Kenworth Water Tender (1975) der Uinta County Fire Protection -
Lyman Fire Department, Wyoming. Die Firefighter aus Lyman nennen ihren
Tanker liebevoll "Big Bubba".
Bild 2: The "Big One":
12,000 gal (45.400 Liter) Water Tender mit Peterbilt W 900 Zugfahrzeug
des Grant County Fire District, Moses Lake Fire Department, Washington.
Der 1982 gebaute Löschwasser-Zubringer ist mit einer 2200 gpm (8.330
l/min.) Pumpe ausgerüstet.
Bild 3: Modernes taktisches
Löschwasserfahrzeug (Tanker-Pumper; Aufbau STS, 1996) des Animas Fire
District, Durango/Colorado. Der dreiachsige Freightliner wird sowohl für
den regulären Brandschutz (Structure Fire Fighting) als auch für
Waldbrandeinsätze (ildland Fire Fighting) eingesetzt. Das Fahrzeug
transportiert 3000 gal (11.355 Liter) Wasser, 8 gal Schaumkonzentrat und
ist mit einer 1250 gpm (4730 l/min.) Waterous-Feuerlöschpumpe ausgerüstet.
Waldbrand-Löschfahrzeuge kommerzieller Mietfirmen
- U.S. Contractors
Verschiedene kommerzielle Unternehmen (Contractors, Fire
Service Companies) bieten Löschfahrzeuge, Water Tender und anderweitiges
Brandschutzgerät ergänzend zu den jeweils vorhandenen Ressourcen
zur Miete an. Eines der grössten Unternehmen dieser Art ist North
Tree Fire (NTF), mit verschiedenen Waldbrand-Feuerwachen in Kalifornien
beheimatet.


Bild 1: Water Tender
(International) der kommerziellen Firma "Lambert Fire Fighting Service",
Stevensville/Montana.
Bild 2: Tactical Water
Tender (Engine 294) auf einem Kenworth C 500 B Chassis (FTI, 1995) von
"North Tree Fire" (NTF), Marysville, Kalifornien: 3600 gal (ca. 14.000
Liter) Löschwasser, 70 gal (265 Liter) Schaumkonzentrat, 750 gpm (2840
l/min.) Waterous-Feuerlöschpumpe, transportabler Falttank mit
4000 gal (ca. 15.000 Liter) Fassungsvermögen.
Bild 3: Water Tender
(Dodge 600) der kommerziellen Firma "Wildfire Water Tenders" (WWT), Corvalls/Montana.
Und zuletzt:
Spezielles (Wildand) Fire Equipment - gesehen auf
meinen USA-Reisen!
Während meiner Reisen durch die westlichen US-Bundesstaaten
habe ich natürlich nicht nur Waldbrand-Löschfahrzeuge oder -Gerät
gesehen. Nebenher wurde ich natürlich auch auf andere sehr interessante
Löschfahrzeuge, Flugzeuge und sonstiges Löschgerät aufmerksam.
Dabei fanden sich die besonders interessanten Dinge nicht selten beim Militär,
zum Beispiel die speziellen Löschfahrzeuge der US Air Force
auf
den verschiedenen Air Force Bases (AFB).
Herzlichen Dank allen Firemanagern und Freunden, die
es mir ermöglicht haben, solche "geheimen" Anlagen besuchen zu dürfen.


Bild 1: International
5000 Water Tender (Tanker), stationiert auf der Indian Springs Air Force
Base, Nevada. Dieses Fahrzeug steht sowohl für den regulären
Brandschutz auf der Air Base als auch bei Flächenbränden im Bereich
der grossen und trockenen Grasgebiete zur Verfügung.
Bild 2: Sikorsky CH-53E
Super Stallion - der grösste Helikopter der U.S. Marines. Ich traf
diesen Riesen auf einem kleinen Wüsten-Flugplatz in der Lake Isabella
Region in Kalifornien. Der Hubschrauber war im Einsatz, um nach Marihuana-Anpflanzungen
in der südlichen Sierra Nevada zu suchen. Ansonsten wird der Hubschrauber
auch für den Transport von Einsatzkräften zu grossen Waldbränden
genutzt, wenn dort Löschkräfte des Militärs im Einsatz sind.
Die CH-53E kann 38 Personen oder 24 liegende Notfall-Patienten transportieren.
Eine Drei GE T-64 Powerturbinen treiben den sieben-flügeligen Hauptrotor
an.
Bild 3: In San Francisco
bekam ich eine Einladung zum Besuch des US-Flugzeugträgers "USS New
Orleans" (1965, ausgestattet mit Helikoptern und Harrier-Jets, 1550-köpfige
Besatzung, beteiligt 1991 am Golfkrieg sowie an den Skylab-Missionen I
und II). Besatzungsmitglieder des Schiffes zeigten mir unter anderem dieses
Bord-Löschfahrzeug, speziell entwickelt für Flugzeugträger.
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